JÖRG SCHNEIDER
begann seine Laufbahn als Schauspieler im eigenen Cabaret «Aexgüsi». Die beiden ersten berufsmässigen Engagements hatte er 1957 als «Blitzhexe» in «Peterchens Mondfahrt» im damaligen Stadttheater Zürich und 1958 am Theater der Ausstellung Saffa 58 als «Merkur» im cabaretistischen Lustspiel «Lysistrata» nach Aristophanes von Max Werner Lenz.
Schon bald machte er Karriere im Schweizer Dialekttheater. Er spielte zusammen mit den damaligen Publikumslieblingen, Schaggi Streuli, Rudolf Bernhard, Ruedi Walter, Margrit Rainer, Zarli Carigiet und lnes Torelli viele Komödien und Lustspiele und war im Ensemble der überaus erfolgreichen Klein-Musicals im Theater am Hechtplatz in Zürich.
Schlagartig populär wurde er 1963 zusammen mit Paul Bühlmann als «Vögeli und Feusi» durch die allererste Schweizer TV-Serie «Polizist Wäckerli». Später durch die Serie «Motel» und zuletzt durch die TV-Soap «Lüthi & Blanc».
Nach einem zweijährigen Engagement an der städtischen Bühne Heidelberg kam er zurück in die Schweiz und spielte zusammen mit Paul Bühlmann in über 20 Komödien, Schwänken und musikalischen Lustspielen, im Bernhard- Theater Zürich und auf Schweizer-Tournee.
Neben vielen Engagements beim Fernsehen und am Radio DRS, zumeist in heiteren Rollen, interessieren ihn aber auch immer wieder Herausforderungen im ernsten Fach. Stückverträge führten ihn an die Komödie Düsseldorf, an das Theater des Westens Berlin, das Nationaltheater Mannheim, die Festspiele der Stadt Bad Hersfeld, das Stadttheater Basel, das Atelier Theater Bern, das Städtebund-Theater Biel-Solothurn, sowie ans Opernhaus, ans Schauspielhaus und an das Neumarktheater in Zürich.
Seine grosse Liebe gehört dem Kinder- und Jugendtheater. Für die Zürcher Märchenbühne verfasste er viele Märchenspiele und für das Zürcher Opernhaus schrieb und inszenierte er während vieler Jahre, zusammen mit den Komponisten Hans Moeckel und Emil Moser, die beliebten Kindermusicals.
In unzähligen Familien wurden und werden noch heute mit grosser Freude seine Kasperli-, Pumuckel- und Märchengeschichten gehört.
Für das Zürcher Kammerorchester, das Tonhalle Orchester Zürich, am Menuhin Festival in Gstaad und für etliche andere Orchesterformationen hat er mit grosser Begeisterung immer wieder Familien- und Kinderkonzerte kommentiert.
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Wenn jemand den kleinen, rundlichen Primarschüler fragte, was er denn einmal werden wolle, antwortete er spontan «Pfarrer oder Schaupieler». Ertrebenswert erschien dem Knirps ein Beruf, in dem man erhöht vor einer Gemeinde oder einem Publikum stehen und etwas «aufsagen» konnte. Pfarrer wurde er nicht, aber sein Ziel, Schauspieler zu werden, erreichte er über den Umweg eines abgebrochenen Studiums am Lehrerseminar, einer abgeschlossenen kaufmännischen Lehre als Eisenwarenhändler und der schauspielerischen und gesanglichen Ausbildung bei Ellen Widmann, Erwin Parker und Rudolf Spira. Heute ist Jörg Schneider einer unserer bekanntesten und beliebtesten Schweizer Schauspieler. Seine treuen Fans haben ein Alter von geschätzten 5 – 99 Jahren. Die Kleinen freuen sich an seinen Kasperli-, Pumuckel-, Märchen- und Kindermusical-Geschichten im Theater und auf unzähligen Tonträqern, die Erwachsenen begeistern sich an seinen Lustspielen auf der Bühne und am Fernsehen. Schneider ist stolz darauf, ein «Volksschauspieler» zu sein. Dank seiner besonderen Begabung für komische, heitere Rollen, gelingt es ihm immer wieder, das Publikum zum Lachen zu bringen, schlicht und einfach: «Unbeschwert zu unterhalten».
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Stationen
| 1935 | geboren am 7. Februar in Zürich. |
| 1955 | Gründung und Leitung des Cabarets «Aexgüsi» zusammen mit Jürg Randegger. |
| 1958 | Erstes berufsmässiges Engagement am Ausstellungstheater «Saffa 58» und im Stadttheater Zürich als «Blitzhexe» im Märchen «Peterchens Mondfahrt». |
| 1959 | und in den folgenden Jahren: Engagements im Bernhard-Theater Zürich und auf Tourneen mit Schaggi Streuli, Ruedi Walter und Margrit Rainer. |
| 1963 | Schaggi Streuli schreibt für seine Fernsehserie «Polizist Wäckerli» für Schneider die Rolle des «Hügü Vögeli» und für Paul Bühlmann den «Feusi». Dank diesen beiden Figuren werden sie in der ganzen Schweiz schlagartig bekannt. Es folgen Engagements in den nachstehenden Schweizer Musicals: 1963 «Quartett für Schwindler», 1964 «Bibi Balu», 1966 «Zürcher Ballade», 1967 «Golden Girl», 1968 «Die kleine Niederdorfoper». |
| 1967 | Die ersten zwei Kasperli-LPs erscheinen. Dank dem grossen Erfolg folgen weitere Platten: Insgesamt 20 Tonträger mit 40 Kasperlihörspiele. Anschliessend 40 Pumuckel-Geschichten. |
| 1968-70 | Festes Engagement an der städtischen Bühne Heidelberg. |
| 1970 | Festes Engagement am neugegründeten Theater für den Kanton Zürich |
| 1971 | Zusammen mit Paul Bühlmann in «Der keusche Lebemann» im Bernhard-Theater Zürich. |
| 1973 | Ehrenpreis der Erziehungsdirektion des Kantons Zürich für Jugend- und Märchenspiele. |
| 1980 | Samuel Beckets «Warten auf Godot» zusammen mit Ruedi Walter. |
| 1982 | Engagement an den Festspielen in Bad Hersfeld. Erhält den «Grossen Preis für Schauspieler» für die Rolle des Sancho Pansa im Musical «Der Mann von La Mancha». |
| 1984 | 40 Folgen der TV-Serie «Motel» in der Hauptrolle des Chefkochs Koni Frei. |
| 1985 | «Prix Bernhard» für die erfolgreiche Inszenierung «Liebi macht erfinderisch». |
| 1987 | Selbstverfasste kleine TV-Comedy-Serie «Meier und Müller» mit Paul Bühlmann. |
| 1989 | Inszenierung und Mitwirkung in «Gilbert de Courgenay». |
| 1991 | Dialektfassung und Mitwirkung im bayrischen Kultstück «Der Brandner Kaspar». Verfasser und Erzähler bei div. Kinderkonzerten des Tonhalle Orchesters Zürich und des Zürcher Kammerorchesters. |
| 1995 | «Prix Walo» Auszeichnung für den beliebtesten Schweizer Schauspieler. Stückverträge u.a. Opernhaus und Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Basel, Atelier Bern. |
| 1997 | Engagement an der Komödie Düsseldorf. |
| ab 1998 | Eigene Co-Produktionen: «Alles im Griff, «Bliib ufem Teppich», «Alles uf Chrankeschii», «Gäld wie Heu», «Ein Joghurt für zwei», «Fix und fertig», «Dure bi Rot». |
| 2002 | «Aendspiil» von Samuel Becket zusammen mit Walter Andreas Müller. |
| 2003 | Mitwirkung in der Schweizer TV-Soap «Lüthi und Blanc». Erfolgreiche Tournée mit Lustspiel «Dure bi ROT» von Ray Cooney. |
| 2004 | «Sonny Boys» von Neil Simon im Theater am Hechtplatz Zürich sowie auch Tourneen. |
| 2005 | «Toll trieben es die alten Römer». Musical, Tournee. |
| 2006/07 | «Nöd ohni mini Hose». Lustspiel, Tournee. |
| 2008 | «Dinner für Spinner». Lustspiel, Tournee. |
| 2009 | «Total dureknallt». Lustspiel, Tournee. |
| 2010 | «Scho wieder Sunntig» |