Tournee 2008/2009: «Dinner für Spinner»

Komödie von Francis Veber
Dialektbearbeitung von Jörg Schneider

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Dinner für Spinner«Le dîner des cons» ist eine der erfolgreichsten französischen Komödien der letzten Jahre und lief in Paris über Monate vor  ausverkauftem Haus und hat später Film weltweit Millionen von Zuschauern begeistert. Der Publikumsrenner lebt nicht ausschliesslich von Situationskomik – dies allerdings auch! – sondern von einer höchst originellen Handlung und hinreissend witzigen Dialogen.

Der gut situierte Verleger Peter P. Piller, trifft sich regelmässig mit Freunden zum Abendessen. Dazu werden von den Herren des Clubs möglichst skurile, eigenartige Menschen eingeladen, über die man sich heimlich lustig macht. Wer den «grössten Spinner» mitbringt, ist Sieger des Abends.

So bestellt sich Piller wieder einmal einen Gast zur «Eignungsprüfung» nach Hause. Leider aber verhindert ihn ein Bandscheibenvorfall das angesagte Dinner im Club zu besuchen. Sein Opfer, der kurlige Beamte Franz Frischknecht, den er nicht mehr abbestellen kann, verhilft ihm aber keineswegs zum erwarteten Amüsemant. Im Gegenteil, er richtet bei ihm zu Hause schnell einmal das totale Chaos an. Unfreiwillig aber mit verheerenden Folgen. Der liebenswürdige Einfaltspinsel bringt alle in kürzester Zeit zur hellen Verzweiflung.

Was für Piller als lustiger Herrenabend gedacht war, endet für ihn als wahre Tragödie. Und für das Publikum nach zwei Stunden Schmunzeln und Lachen in der Gewissheit, dass Schadenfreude noch immer die schönste aller Freuden ist.

In der turbulenten Komödie spielen beliebte Darsteller wie Patrizia Aimi, Werner Bachofen, Sabine Biber, Marcus Fritsche, Beat Gärtner und Jörg Schneider. Regie führt René Scheibli. Das Bühnenbild wurde von Martina Camal-Caduff gestaltet.

Rente gut, alles gut

Das Theaterarchiv des Schweizer Fernsehens wäre ohne Jörg Schneider einiges ärmer, und sein Name steht heute fast synonym für populäre Komödien am Samstagabend. Vor bald 40 Jahren flimmerte die erste Bühnenkomödie mit Schneider über den Bildschirm – anfangs bildete er mit Paul Bühlmann, später mit Erich Vock ein schlagkräftiges Duo – mittlerweile sind es über zwei Dutzend Aufzeichnungen für die Schneider in den allermeisten Fällen auch die Mundartfassung verfasste.. Nächstes Jahr feiert der topfitte Volksschauspieler seinen 75. Geburtstag und wird wohl auch dann noch auf der Bühne stehen. Hier ein Ausschnitt aus “Rente gut, alles gut” von Ray Cooney. Schneider spielt darin den arbeitslosen Kurt Bachmann, der das Sozialamt nach Strich und Faden ausnimmt. Jetzt droht der Betrug aufzufliegen.

kulturplatz vom 13.11.2008